Anfrage und Antwort zur Anwendung eines Total-Herbizides im Landschaftsschutzgebiet Okeraue

Die Stadtratsfraktion hat am 22. September 2014 diese Anfrage zur Anwendung eines Total-Herbizides im Landschaftsschutzgebiet Okeraue gestellt:

Herbizid-Einsatz-WFSehr geehrter Herr Bürgermeister Pink,
vor einigen Tagen wurde durch die Stadt Wolfenbüttel offensichtlich ein Totalherbizid gegen einwachsendes Grün auf dem Okeraue Wanderweg im Bereich Dreilinden eingesetzt (siehe Foto). In den vergangenen Jahren wurde dieses Einwachsen auf den gepflasterten Gehweg mechanisch verhindert.
Daher stellt die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen folgende Fragen an die Stadtverwaltung:
1. Warum wurde in diesem flussnahen Bereich, ein Total-Herbizid eingesetzt, anstatt weiterhin mechanisch zu bekämpfen.
2. Ist für die Anwendung im Landschaftsschutzgebiet und im Run-Off-Bereich des Flusslaufes Oker eine naturschutz- sowie wasserschutzrechtliche Genehmigung erforderlich und liegt diese auch vor?
Der Einsatz von Totalherbiziden sollte von der Stadt Wolfenbüttel grundsätzlich sehr restriktiv gehandhabt werden. Der Einsatz im Bereich der Oker, zeugt bedauerlicherweise von einer äußerst unsensiblen Anwendung und ist damit eine schlechtes Vorbild für die private Benutzung von Herbiziden durch Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt.

Antwort: Einsatz hätte nicht erfolgen dürfen
Die Stadt Wolfenbüttel hat erklärt, dass der Einsatz des Total-Herbizids im Landschaftsschutzgebiet Okeraue nicht genehmigt war und auf einem gedanklichen Fehler eines Mitarbeiters beruht. Im Bereich Okeraue ist lediglich die Bekämpfung der Herkulesstaude genehmigt. Um derartige Vorkommnisse in der Zukunft möglichst zu vermeiden wurde angeordnet, dass jährlich, vor Beginn des Herbizideinsatzes durch Unterschrift die Kenntnisnahme der mit dem jeweiligen Bescheid genehmigten Gebiete bestätigt wird. Die vollständige Antwort liegt der Fraktion schriftlich vor.

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