Sammelalbum zur Kommunalwahl 2026

Wolfenbüttel, 1. April 2026 – Mit einem ungewöhnlichen, aber bewusst niedrigschwelligen Ansatz möchte die Ratsgruppe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN • Die PARTEI die Kommunalwahl am 13. September 2026 stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken: Ein Sammelalbum mit dazugehörigen Sammelkarten aller Bürgermeister- und Ratskandidat:innen soll Bürgerinnen und Bürger spielerisch an die lokale Demokratie heranführen.

Der entsprechende Antrag wurde nun in den Rat eingebracht. Ziel ist es, die Sichtbarkeit der Kandidierenden zu erhöhen und zugleich neue Formen der Auseinandersetzung mit kommunalpolitischen Themen zu schaffen.

„Demokratie lebt davon, dass Menschen sich mit den handelnden Personen beschäftigen. Ein Sammelalbum ist dafür ein bewusst niedrigschwelliges, alltagsnahes Format“, erklärt Co-Sprecher Sascha Poser. „Sammeln, tauschen, einkleben – das schafft Gesprächsanlässe und bringt Politik dahin zurück, wo sie hingehört: mitten in die Gesellschaft.“

Das Konzept sieht vor, dass alle Haushalte ein Starter-Set mit Sammelalbum erhalten. Die dazugehörigen Karten sollen sowohl die Bürgermeisterkandidat:innen als auch die Kandidierenden für den Stadtrat abbilden. Ergänzt wird das System durch Sonderkarten mit lokalem Bezug.

Besonderer Wert wird auf eine kreative und wiedererkennbare Darstellung der Kandidierenden gelegt. So könnten einzelne Bürgermeisterkandidat:innen beispielsweise in charakteristischen Alltagssituationen oder mit typischen Fortbewegungsmitteln gezeigt werden – etwa Vincent Schwarz (FDP) in seinem Porsche, Lena Krause (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) auf dem Lastenrad, Ivica Lukanic (parteilos) mit E-Bike oder „Amtsschimmel“, Kerstin Glier (CDU) mit dem Hundeschlitten oder Sascha Dietrich (SPD) vielleicht mit einem roten Golf 4? Die konkrete Ausgestaltung erfolgt selbstverständlich in enger Abstimmung mit den jeweiligen Kandidierenden.

Auch das Sammelsystem selbst ist bewusst an bekannte Vorbilder angelehnt: Unterschiedliche Seltenheitsstufen und ein gewisser Anteil an Dubletten sollen den Tausch unter Bürger:innen fördern und so zusätzliche Interaktion schaffen.

Die Initiative greift zudem einen aktuellen gesellschaftlichen Kontext auf: Im Jahr 2026 findet die Fußball-Weltmeisterschaft statt, in deren Umfeld Sammelformate traditionell große Aufmerksamkeit erfahren. Diese Dynamik soll gezielt für die politische Bildung genutzt werden.

„Wer schon einmal versucht hat, eine seltene Karte zu bekommen, weiß: Das bleibt im Kopf. Genau diese Form der nachhaltigen Beschäftigung wollen wir auch für die Kommunalpolitik erreichen“, erklärt Co-Sprecherin Beate Zgonc.

Neben der Stärkung der politischen Bildung soll das Projekt auch direkte Begegnungen fördern: Die Verteilung der Sammelkarten ist durch die Kandidierenden selbst vorgesehen und schafft zusätzliche Kontaktpunkte zwischen Bürgerschaft und politischem Personal.

Verwandte Artikel