Die vielfältigen Reaktionen auf unseren Antrag, den Harztorplatz in Leopold-Zunz-Platz umzubenennen, belegen einen ersten positiven Effekt in der dadurch ausgelösten Auseinandersetzung mit dem Leben Leopold Zunz, seinem Werk und seiner Wirkungsgeschichte sowie die durchweg spürbare Wertschätzung seiner Person. Gleichzeitig zeigt die Diskussion und die ablehnende Abstimmung in der Sitzung des Ausschusses für Bau, Stadtentwicklung und Umwelt am 12. Dezember 2017, dass eine Umbenennung des Harztorplatzes nicht realistisch erscheint und die Diskussion darum der eigentlich beabsichtigten Würdigung Leopold Zunz abträglich ist.
Dabei könnte es eine alle Seiten zufriedenstellende, sehr gute Lösung geben. Das Haus „Hotel Kronprinz“ hat derzeit die Adresse Bahnhofstraße 12, obwohl man nicht vermuten würde, dass die Bahnhofstraße über die Kreuzung führt. Historisch gab es sicherlich vor dem Harztor ebenfalls eine Platzsituation. Auf dem neuen Leopold-Zunz-Platz würde sich dann auch das Denkmal für die in der Zeit des Nationalsozialismus deportierten und getöteten Wolfenbütteler Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens befinden.
Diese Lösung scheint uns angemessener als die in der Bauausschusssitzung vorgeschlagenen Würdigungen einer Plakette auf dem Harztorplatz oder gar einer Straße in einem Neubaugebiet. Leopold Zunz sollte seiner Bedeutung angemessen eine Würdigung inmitten seiner (so empfundenen) Heimatstadt Wolfenbüttel haben.
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